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Die Burg von Keresd

Wenn wir von der Schässburg-Mediasch Landstrasse bei Dunesdorf (Daneş, Dános) südwärts abbiegen, gelangen wir, auf hügelige Gebiet schlängelnd, nach Kreisch (Criş, Keresd). Kreisch ist als Bethlen-Besitz bekannt, seine erste schriftliche Erwähnung finden wir in dem vom Weissenburger Domkapitel in 1305 ausgestellten Erbteilungsbrief, wenn das Familienvermögen verteilt wurde.

Dank seiner glücklichen Lage, ist das von Márk (Markus) Bethlen (um 1468) gegründetes Kastell durch fünf Jahrhunderten unversehrt geblieben, bis zum XX.-sten Jahrhundert.

Das Kastell in Kreisch ist das schönste Denkmal der siebenbürgischen renaissancen Kastellarchitektur, ein hervorragender Wert der Bauerbschaft des Landes.      Die Gebäude des Schlosses und die Burgmauer schliessen einen beinah regelrechten quadratförmigen Hof.

Am ältesten ist der mittelalterliche mehrstöckige Altturm, dessen Vorderseite in der Höhe des höchsten Stockes mit gefärbten Reliefen von zeitgenössischen ungarischen Tracht bekleideten, mit Kappen versehenen Krieger-Figuren dekoriert ist, Figuren, die in ihrer rechten Hand Hellebarden oder Schilde halten, die linke Hand in die Seite stemmend. Der fünfte Stock des Turmes war mit seinen acht bogenförmigen Fensteröffnungen als Gloriette, als Aussichtspunkt benutzt. In der dicken Turmmauer wurde die versteckte Wendeltreppe gebaut, die die Stöcke miteinander verbundete.

Im Laufe der XVI-XVII Jahrhunderten bekommt der Altturm renaissance-en Tür- und Fensterrahmen.

Zum Altturm haben in 1559 Ratsherr György (Georgius) Bethlen und seine Frau Clara von Nagykárolyi die mit Arkaden und Vorhof versehene Gebäude bauen lassen. Ihr Sohn, Michael Bethlen hat den renaissancen Ausbau des Schlosses fortgesetzt. Der am walzenförmigen Eckturm gebundene Flügel bewahrt etliche geschnitzte Tür- und Fensterrahmen.

Zu dieser Zeit entsteht der auf 15 untersetzten Steinsäulen und Arkadenbogen stützende gewölbte Hoferker (Vorhof) und sein mit Brüstung versehener Aufgang, der das düsteren Bild des Burgschlosses stimmungsvoll macht. Am untersten Stock des Wandelgangs dienten die breite, offene, Bogen-gewölbte Räume landwirtschaftlichen Zielen. Darüber, die hinter den Vorhof  ziehende, ebenfalls gewölbte Zimmerreihe diente als Wohnung. Der Meister der (mit Inschrift versehenen) Türen mag ein in Italien gelernter Steinhauer sein.

Die Räume des zweistöckigen östlichen Flügels, der dem Altturm und dem dazu gebundenen Gebäudeflügel gegenüber gebaut ist, sind auf beiden Nivellen mit Ziegelgewölbe gebaut, auf südlicher Seite mit freier Aufgangstreppe. Gegenüber der hinteren Front des Altturms finden wir einen kleinen Hof, beziehungsweise eine hoche westliche Schlossmauer. Die zweistöckige Gebäude der östlichen Seite formt zusammen mit der südlichen und westlichen Schlossmauer einen quadratförmigen Hof. Die vierte Seite ist die des Eingangs: sie besteht aus eine hoche Schlossmauer westlich vom Tor, und einen kürzeren Teil  des zweistöckigen Flügels östlich. Am Erdgeschoss in diesem Flügel steht die Schlosskapelle – eine der schönsten Plätze der Gebäudeformation. Ihre Gewülbestruktur ist gotisch, aber die traubenrankige, lockige Stuckzieren sind vom renaissance-en Stil. Die aus Stein geschnitzte Rednerbühne wurde mit Blumenmotiven verziert (gegenwärtig existiert nicht mehr). Die Zierelementen der Gotik und der Renaissance haben harmonischen Raum nebeneinander.

Die Gebäude am nördlichen Flügel die das Haupteingangstor innehat, stammt warscheinlich auch aus dem XVI Jahrhundert.

Im XVII Jahrhundert hat Obergespan Elek (Alexius) Bethlen das Schloss an den Ecken mit vieleckigen, erhöhten Basteien verstärkt. Die Bauungen haben zwischen 1675 und 1691 stattgefunden, ihre Erinnerungen wurden von den Steinplatten gehalten, von denen in den letzten Jahrzehnten mehrere verschwunden sind.

Auf die zwei Steinplatten der Altturmmauer ist folgende Aufschrift lesbar:

DEO AUXILIANTE                                                    DEO AUXILIANTE

PROPUGNACULUM HOC                                       PROPUGNACULUM HOC

EX FUNDAMENTO                                                   EX FUNDAMENTO

CURAVIT EXTRUI                                                    CURAVIT EXTRUI

ALEXIUS DE BET                                                      ALEXIUS DE BET

HLEN ANNO DOMINI                                             HLEN ANNO DOMINI

1675 1691

(mit Auflösung der Abkürzungen)

Nach Ausmaß ist das Schloss von grosser Basisfläche. Der mehrstöckige Flügel an der östlichen Seite der die Eckbasteien zusammenbindet ist 50 m lang, und enthält eine Reihe ineinandergekuppelten Räume. Der Ausbau des östlichen Flügels haben im XVII. Jahrhundert Farkas (Wolfgang) und Elek Bethlen zu Ende geführt. Zu den Reprezentationsräumen führt ein äusserer, schmuckvoller Eingang. Die Nivellverschiedenheiten zwischen den verschiedenen, auf dem geneigten Gelände liegenden Räumen sind von inneren Treppen überbrückt. Die Kampfkorridoren hinten den Schlossmauern sind auch von mehrstöckiger Einrichtung. Die gewölbte raumbedeckene Plafonds sind in der Zeichen vom Gotik und Renaissance gefertigt. Bei einigen den Reprezentationsräumen stammen die Kassettendecken und Stucco aus der zweiten Hälfte des XVII Jahrhunderts. Der „goldene Palast” und die „Wohn-Turmbastei” wurden mit „geziert-farbige und inscriptionierte“ Pracht gefärbt. In Wohn-Turmbastei hat man über die Kante zwischen die drei Fenstern auch noch „Pikturen“ gefertigt, damit sie die Mauer schmücken. Am dritten Stock des Altturms um die „Regenbogen“-Wölbung herum läufte ein Rand, der mit gefärbte und geschnittene Motiven geziert war. In die Mitte der Wölbung hat man das Familienwappen (mit Schlange und Krone) modelliert. Dem Inventar nach hat man Vergoldung bei der kassettierte Decke auf die Tafel verwendet. Dieser Saal wurde das „goldene Haus“ genannt. Die Heizung der Representationsräume wurde von reich profilierten, grün- und gelbfarbigen, glasierten Kachelofen gesichert. Die innere Einrichtung des Kastells war zeitgetreu. Die geschmückte Salons wurden von glasierten und gemalten Möbeln, in der Wand gebauene Kasten, Tapeten, Teppichen schön gemacht. Auf die Saalwände standen die Familienporträts in Reihen, als in eine Galerie. Die Bibliothek und das Familienarchiv fand am ersten Stock des Altturms Unterbringung. Farkas Bethlen, der Geschichte-Schreiber hat hier eine Druckerei aufgestellt um sein Buch ausdrucken zu können. Die Druckerei wurde dann wegen den Kriegszeiten von seinem Bruder, Elek Bethlen nach Schässburg umgezogen, und dort wurde das historische Buch von Farkas in 1683 ausgedruckt.

Im Schlosshof war Blumengarten, um das Kastell lag ein grosser englischer Garten. Da gab es auch ein Sommerpavillon mit fünfeckiger Grundansicht, dessen Wände mit gemalten Bilder geziert waren.

Bis den Tag der Verstaatlichung (3. März 1948) war das Kastell bewohnt, und die Einrichtung, die Ausstattung aller Räume war unversehrt: antike Möbel, Wandtapeten, Teppiche, Porzellan-, Glas-, Kristall-, Silbergefässe, Bücher waren alle auf ihre Plätze. Am Tag der Verstaatlichung sind Lastkraftwagen in den Hof hereingekommen, und haben tagelang die vielen wertvollen Sachen aus dem Kastell abtransportiert. Die Räume wurden geleert, die inneren verheert. Was nicht mitgenommen wurde, wurde im Hof verbrennt. Von nun ab verfügte der Volksrat von Dunesdorf über das Kastell. Die Gebäude des Kastells wurden geläufig weiter beschädigt, der Park wurde ebenfalls verheert.

Die Denkmälerschutzbehörde hat zweimal (in den Jahren vor 1977, respektiv nach 1990) die Arbeiten für die Verbesserung des Gebäudezustands begonnen, hat sie aber nach 1-2 Jahren wieder eingestellt, und die aufgemachte wunderschöne gotische Fenster-, und Türrahmen, die Kachelofen, Wappen, inscripzionierte Steinschilder, Baumaterialien und vorbereitete Steinschnitzwerke wurden ohne Aufsicht weggeschleppt von jedermann. Die total zerstörte Gebäudeformation des Schlosses, dieses prachtvolle Andenken der Gotik und Renaissance gibt heute einen bestürzenden Anblick. Die Verstaatlichung, das menschliche Böswilligkeit, die Wegschleppung der Gebäudeelemente wandelte es in Trümmer.

Nach mehreren Jahren dauerndes Prozess hat man ofiziell im Juni 2007 das Kastell und den Park der siebenbürgischen Familienlinie wiedererstatten, in jämmerlichem Zustand. Die in 1990-en Jahren begonnene Arbeit soll fortgesetzt werden, und das Kastell soll wohnbar gemacht werden, damit es ein Teil der kulturellen Turismus wird.

Weil die Restaurierungskosten sehr hoch sind, und die finanzielle Möglichkeiten der Familie bescheiden, möchten wir auf Bewerbungen teilnehmen. Mit diesem Zweck wurde der „Pro Castrum Bethlen” Verein zum Leben gerufen, dessen Ziel die  ganze Rehabilitation der Baudenkmal-Formation ist.

Bibliographie:

  1. dr. Lukinich Imre: A bethleni gróf Bethlen család története (Die Geschichte der Familie Graf Bethlen von Bethlen)
  2. Keresztes Gyula: Maros megyei kastélyok és udvarházak (Kastellen und Herrenhöfe im Kreis Mieresch), Marosvásárhely, 1995
  3. H. Takács Marianna: Magyarországi udvarházak és kastélyok (Herrenhöfe und Kastellen aus Ungarn)

 

 

 
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